Slack Sicherheit: Best Practices zum Schutz deiner Arbeitskonversationen
Praktischer Leitfaden zur Absicherung deines Slack-Workspace. Erfahre mehr über DMs vs. Kanäle, externe Freigaberisiken, 2FA-Einrichtung, Admin-Kontrollen und was du nie in Slack teilen solltest.

Slack Sicherheit: Best Practices zum Schutz deiner Arbeitskonversationen
Slack und Microsoft Teams sind das digitale Büro für Millionen von Teams. Aber mit der Bequemlichkeit kommt das Risiko — sensible Unternehmensdaten, Kundeninformationen und persönliche Details fließen täglich durch Slack-Kanäle. Eine falsche Einstellung oder eine unvorsichtige Nachricht kann dein Unternehmen echten Bedrohungen aussetzen.
So sicherst du deinen Slack-Workspace ab, ohne die Produktivität zu beeinträchtigen.
DMs vs. Kanäle: Den Sicherheitsunterschied verstehen
Die meisten Leute nehmen an, dass Slack-DMs privat sind. Sind sie nicht — zumindest nicht vollständig.
| Merkmal | DMs | Kanäle |
|---|---|---|
| Für Workspace-Admins sichtbar? | Ja (bei bezahlten Plänen mit Compliance-Export) | Ja |
| Von anderen durchsuchbar? | Nein | Öffentliche Kanäle: Ja |
| Bleiben nach Ausscheiden erhalten? | Ja | Ja |
| Exportierbar? | Enterprise Grid: Ja | Ja (alle Pläne) |
Kernaussage: Behandle jede Slack-Nachricht — DM oder Kanal — als potenziell von deinem Arbeitgeber lesbar. Was du nicht in einer Firmenmail schreiben würdest, gehört auch nicht in Slack.
Die versteckten Risiken externer Freigabe
Slack Connect ermöglicht die Zusammenarbeit mit Personen außerhalb deiner Organisation. Nützlich, aber es entstehen Sicherheitslücken:
1. Geteilte Kanäle mit Dienstleistern
Externe Partner in einem geteilten Kanal können Nachrichtenverläufe, hochgeladene Dateien und angepinnte Dokumente sehen. Wenn jemand ein internes Dokument im falschen Kanal teilt, sehen es externe Parteien sofort.
2. Dateifreigabe ohne Ablaufdatum
In Slack hochgeladene Dateien laufen standardmäßig nicht ab. Das Vertrags-PDF, das du vor sechs Monaten geteilt hast? Immer noch von jedem im Kanal herunterladbar.
3. Ansammlung von Gastkonten
Einzel- und Mehrkanal-Gäste sammeln sich mit der Zeit an. Der Auftragnehmer von 2024 hat möglicherweise noch Zugang zu deinem Workspace.
Lösung: Plane vierteljährliche Audits externer Mitglieder und Gastkonten.
Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) einrichten
Wenn dein Workspace 2FA nicht vorschreibt, bist du ein Phishing-Passwort von einer Sicherheitslücke entfernt.
So aktivierst du 2FA auf Slack
- Gehe zu deinem Profil → Kontoeinstellungen
- Klicke auf Zwei-Faktor-Authentifizierung → Zwei-Faktor-Authentifizierung einrichten
- Wähle deine Methode: Authenticator-App (empfohlen) oder SMS
- Speichere die Backup-Codes an einem sicheren Ort
Für Workspace-Admins: 2FA vorschreiben
Navigiere zu Einstellungen & Verwaltung → Workspace-Einstellungen → Authentifizierung und mache 2FA für alle Mitglieder verbindlich. Keine Ausnahmen.
Tipp: Speichere deine Slack-2FA-Backup-Codes in einer passwortgeschützten Notiz auf LOCK.PUB. Viel sicherer als sie per WhatsApp zu senden oder einen Screenshot zu machen.
Essentielle Admin-Einstellungen
Als Slack-Admin solltest du diese Einstellungen am ersten Tag konfigurieren:
| Einstellung | Empfohlen | Warum |
|---|---|---|
| Nachrichtenaufbewahrung | Benutzerdefiniert (90 Tage allgemein, länger für Compliance) | Begrenzt die Exposition bei einem Breach |
| Externe Dateifreigabe | Eingeschränkt | Verhindert versehentliche Datenlecks |
| App-Installation | Admin-Genehmigung erforderlich | Blockiert unerwünschte Integrationen |
| E-Mail-Anzeige | Für externe Nutzer verborgen | Reduziert Phishing-Ziele |
| Kanalerstellung | Intern offen, Slack Connect eingeschränkt | Kontrolliert Informationsverbreitung |
| Sitzungsdauer | Maximal 30 Tage | Erzwingt Re-Authentifizierung |
App-Berechtigungen verwalten
Drittanbieter-Slack-Apps sind ein wichtiger Angriffsvektor.
- Bestehende Apps vierteljährlich prüfen
- Ungenutzte Integrationen sofort entfernen
- Admin-Genehmigung für neue App-Installationen vorschreiben
- OAuth-Bereiche überprüfen — braucht die einfache Umfrage-App wirklich Zugriff auf alle Nachrichten?
Was du niemals in Slack teilen solltest
Das ist keine Paranoia — das ist gesunder Menschenverstand:
- Passwörter oder API-Schlüssel — Nutze einen Passwort-Manager
- Kreditkartennummern — Nicht einmal Teilnummern
- Personalausweis- oder Sozialversicherungsnummern — Nur über verschlüsselte Kanäle
- Unverschlüsselte Kundendaten — Besonders bei DSGVO-Pflicht
- Gehalts- oder HR-Informationen — Nutze offizielle HR-Systeme
- Rechtsdokumente — Verlieren in Slack möglicherweise ihren Schutz
Sensible Informationen sicher teilen
Statt Zugangsdaten direkt in Slack einzufügen, nutze einen passwortgeschützten Link. Erstelle einen auf LOCK.PUB:
- Schreibe die sensiblen Informationen in eine sichere Notiz
- Setze ein Passwort
- Teile den LOCK.PUB-Link in Slack
- Sende das Passwort über einen anderen Kanal (WhatsApp, Telefonanruf)
Die Informationen sind verschlüsselt und nur mit dem Passwort zugänglich. Viel sicherer als eine Klartextnachricht im durchsuchbaren Slack-Verlauf.
Sicherheits-Checkliste
Vierteljährlich überprüfen:
- Alle Mitglieder haben 2FA aktiviert
- Gast- und externe Konten geprüft und bereinigt
- App-Berechtigungen überprüft, unnötige Integrationen entfernt
- Aufbewahrungsrichtlinien korrekt konfiguriert
- Dateifreigabebeschränkungen für sensible Kanäle gesetzt
- Team geschult, was nicht in Slack geteilt werden darf
- SSO konfiguriert (Enterprise-Pläne)
Was tun, wenn dein Slack-Konto kompromittiert wurde
- Ändere sofort dein Passwort und widerrufe alle aktiven Sitzungen
- Benachrichtige deinen Workspace-Admin — er kann alle Geräte zwangsabmelden
- Überprüfe verbundene Apps — widerrufe unbekannte OAuth-Tokens
- Prüfe aktuelle Nachrichten — suche nach Nachrichten, die du nicht gesendet hast
- Aktiviere 2FA, falls noch nicht geschehen
Fazit
Slack ist für Geschwindigkeit gebaut, nicht für Geheimhaltung. Die Standardeinstellungen priorisieren Zusammenarbeit über Sicherheit — das bedeutet, du und dein Admin-Team müssen die Lücken schließen.
Nimm dir heute 15 Minuten, um deine Workspace-Einstellungen zu prüfen, 2FA zu aktivieren und klare Richtlinien festzulegen, was in Slack geteilt werden darf und was nicht.
Für sensible Informationen, die du einem Kollegen mitteilen musst, überspringe Slack und verwende stattdessen einen passwortgeschützten Link.
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