Türcode per WhatsApp senden? So teilst du Zugangscodes sicher
Umzug, Airbnb-Vermietung oder Reinigungsservice — wann musst du einen Türcode weitergeben und wie geht das sicher? Erfahre, warum WhatsApp riskant ist und welche sicheren Alternativen es gibt.

Türcode per WhatsApp senden — ist das sicher?
Umzugstag. Der Immobilienmakler schickt dir eine WhatsApp: „Der Türcode ist 1234*." Du liest es, tippst den Code ein und vergisst die Nachricht. Aber sie bleibt in deinem WhatsApp-Verlauf — für immer. Die Zahlenkombination, die deine Haustür öffnet, liegt irgendwo in einem Chat-Verlauf.
Ein Türcode ist nicht einfach irgendein Passwort. Wer ihn kennt, kann physisch in deine Wohnung gelangen. Deshalb ist die Art und Weise, wie du ihn teilst, viel wichtiger, als die meisten denken.
Wann du einen Türcode weitergeben musst
Häufiger als du denkst.
- Beim Einzug: Der Makler sendet dem neuen Mieter den Türcode
- Airbnb oder Kurzzeitvermietung: Der Gastgeber teilt den Check-in-Code mit den Gästen
- Haus- oder Tiersitter: Jemand braucht Zugang, während du verreist bist
- Reinigungsservice: Die Reinigungskraft kommt, wenn du bei der Arbeit bist
- Paketlieferung: Der Lieferant muss ins Treppenhaus oder an die Wohnungstür
- Familie oder Mitbewohner: Du hast den Code geändert und musst alle informieren
Warum WhatsApp für Türcodes besonders riskant ist
Wenn ein normales Passwort geleakt wird, wird schlimmstenfalls ein Konto gehackt. Wenn ein Türcode geleakt wird, kann jemand in deine Wohnung gelangen.
- Nachrichten bleiben dauerhaft gespeichert: WhatsApp-Chats bewahren Nachrichten auf, solange sie nicht manuell gelöscht werden — von beiden Seiten.
- Verlust des Handys: Verliert die andere Person ihr Smartphone, ist dein Türcode mit allem anderen zusammen offen zugänglich.
- Screenshots und Weiterleitung: Jeder kann die Nachricht screenshotten oder an andere weiterleiten.
- Gruppenchats: Ein Makler, der mehrere Wohnungen verwaltet, könnte deinen Code versehentlich in die falsche Gruppe schicken.
- Physische Bedrohung: Anders als bei digitalen Passwörtern bedeutet ein geleakter Türcode, dass jemand tatsächlich vor deiner Tür stehen kann.
4 sichere Wege, einen Türcode zu teilen
1. Einen passwortgeschützten Notiz-Link mit Ablaufdatum verwenden
Mit LOCK.PUB kannst du eine geheime Notiz erstellen, die passwortgeschützt ist und nach einem bestimmten Zeitraum automatisch abläuft. Stelle das Ablaufdatum auf den Airbnb-Checkout, den Reinigungstermin oder den Umzugstag ein — danach kann niemand mehr den Inhalt sehen.
Vorteile:
- Selbstzerstörung nach dem Lesen oder nach Ablauf
- Der Link selbst ist ebenfalls passwortgeschützt — doppelter Schutz
- Der eigentliche Türcode erscheint nie in deinem WhatsApp-Verlauf
2. Temporäre Codes am Smartlock
Wenn du ein Smartlock hast (Nuki, Yale, Samsung, etc.), kannst du über die App temporäre Zugangscodes erstellen. Diese funktionieren nur in einem bestimmten Zeitfenster und deaktivieren sich automatisch.
Vorteile:
- Deaktivieren sich nach Ablauf der Zeit automatisch
- Kein Bedarf, den Hauptcode weiterzugeben
- Das Zugangsprotokoll zeigt, wer wann eingetreten ist
3. Telefonanruf
Altmodisch, aber wirkungsvoll. Ein kurzer Anruf hinterlässt keine digitale Spur — keine Screenshots, keine Weiterleitungen, kein Chat-Verlauf.
4. Code nach jedem Besuch ändern
Die sicherste Methode. Sobald der Gast auscheckt oder die Reinigungskraft fertig ist, änderst du den Code sofort. Selbst wenn der alte Code später bekannt wird, ist er nutzlos.
Empfohlene Ablaufzeiten
Wenn du einen geheimen Notiz-Link von LOCK.PUB verwendest, stelle das Ablaufdatum passend zur Situation ein.
| Situation | Empfohlene Ablaufzeit |
|---|---|
| Airbnb-Gast | Check-in bis Check-out |
| Reinigungsservice | 2 Stunden |
| Wohnungsbesichtigung | 24 Stunden |
| Neuer Mieter | Teilen, dann Code ändern |
| Haus- oder Tiersitter | Reisedauer + 1 Tag |
| Paketlieferung | Am selben Tag |
Checkliste zur Zugangsentziehung
Wenn jemand keinen Zugang mehr zu deiner Wohnung braucht, gehe diese Liste durch.
- Türcode auf eine neue Kombination geändert
- Verifiziert, dass der LOCK.PUB-Link abgelaufen ist
- Temporäre Smartlock-Codes deaktiviert
- Smartlock-Zugangsprotokoll auf ungewöhnliche Einträge geprüft
- Nachrichten mit dem Code aus dem WhatsApp-Verlauf gelöscht
Dein Türcode verdient mehr als eine WhatsApp-Nachricht
Dein Türcode schützt den physischen Raum, in dem du lebst. Behandle ihn mindestens so sorgfältig wie ein Banking-Passwort. Nutze ablaufende geheime Notiz-Links, temporäre Smartlock-Codes oder greif einfach zum Telefon.
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