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Arbeitssicherheit
6 Min.

So übergibst du Arbeitspasswörter und Konten sicher beim Jobwechsel

Praktische Anleitung zur sicheren Übergabe von Dutzenden Arbeitskonten und Passwörtern an deinen Nachfolger bei Kündigung — mit Schritt-für-Schritt-Anleitung und Checkliste.

LOCK.PUB
2026-03-03
So übergibst du Arbeitspasswörter und Konten sicher beim Jobwechsel

So übergibst du Arbeitspasswörter und Konten sicher beim Jobwechsel

Du hast gekündigt. Jetzt steht ein Problem an, an das die meisten erst zu spät denken: Du hast Dutzende von Arbeitskonten — Admin-Panels, Cloud-Dienste, Firmen-Social-Media-Accounts, Lieferantenportale, Zahlungssysteme — und all diese Zugangsdaten müssen an deinen Nachfolger übergeben werden.

Die Versuchung ist groß, alles in eine Excel-Tabelle zu packen und per E-Mail zu verschicken oder die Passwörter einfach per WhatsApp zu senden. Aber jede dieser Methoden hinterlässt Zugangsdaten dauerhaft ungeschützt. Dieser Leitfaden zeigt dir, wie du Arbeitspasswörter beim Jobwechsel sicher übergibst.

Welche Arbeitskonten übergeben werden müssen

Gehe vor deinem letzten Arbeitstag diese Liste durch und stelle sicher, dass nichts vergessen wird.

Kontotyp Beispiele Hinweise
Admin/CMS-Zugänge WordPress-Admin, interne Dashboards Eigentumsübertragung hat Priorität
Firmen-Social-Media Instagram, Facebook-Seite, YouTube 2FA-Verknüpfung mit deinem Handy lösen
Cloud-Speicher Google Workspace, AWS-Konsole, Dropbox Gefahr von Datenverlust
SaaS-Tools Slack, Notion, Jira, Figma Die meisten erlauben Übertragung per Einladung
Lieferanten-/Partnerportale B2B-Websites, Logistikplattformen Ggf. formelle Kontaktänderung nötig
Zahlungs-/Abrechnungssysteme Stripe-Dashboard, Rechnungsportale Höchste Priorität wegen Geldbezug
Domain/Hosting Domain-Registrare, Hosting-Panels Versäumnis kann zu Ausfällen führen

Was du NICHT tun solltest

Keine Passwort-Tabelle per E-Mail senden

Das ist die häufigste und gefährlichste Methode. E-Mails bleiben dauerhaft im Posteingang, werden gesichert, und wenn eines der Konten kompromittiert wird, sind alle Passwörter auf einmal betroffen.

Keine Passwörter in geteilten Dokumenten speichern

Ein Google Doc oder Notion-Seite mit Passwörtern ist nur einen durchgesickerten Link davon entfernt, alle Firmenzugangsdaten offenzulegen. Und sobald jemand eine Kopie macht, hast du die Kontrolle verloren.

Keine Passwörter per WhatsApp schicken

WhatsApp-Nachrichten bleiben im Chatverlauf beider Parteien dauerhaft gespeichert. Auch nach deinem Weggang bleiben die Zugangsdaten in der Konversation auffindbar.

Nicht deinen persönlichen Passwort-Manager teilen

Jemandem Zugang zu deinem 1Password- oder LastPass-Konto zu geben, legt neben den Arbeitskonten auch deine persönlichen Konten offen. Das ist niemals akzeptabel.

Sichere Passwortübergabe in 5 Schritten

Schritt 1: Vollständige Kontenliste erstellen

Durchsuche die gespeicherten Passwörter deines Browsers, deinen Passwort-Manager, Lesezeichen und E-Mails nach Registrierungsbestätigungen. Liste jedes Arbeitskonto auf, zu dem du Zugang hast. Du wirst wahrscheinlich mehr finden als erwartet.

Schritt 2: Eigentum übertragen, wo möglich

Bei Konten, die es unterstützen — Google Workspace-Admin, Slack-Workspace-Inhaber, GitHub-Organisationsrollen — übertrage das Eigentum direkt an deinen Nachfolger. Ändere die Konto-E-Mail auf seine. Keine Passwortfreigabe nötig.

Schritt 3: Passwortgeschützte Notizen für den Rest

Für Konten, bei denen du kein Eigentum übertragen kannst (Lieferantenportale, Legacy-Systeme, geteilte Logins), erstelle eine passwortgeschützte Notiz auf LOCK.PUB mit den Zugangsdaten.

So geht's:

  • Erstelle für jedes Konto eine separate Notiz mit URL, Benutzername und Passwort
  • Setze die Ablaufzeit auf 7 Tage
  • Sende den Notiz-Link per E-Mail an deinen Nachfolger
  • Teile das Notiz-Passwort mündlich mit — per Telefon oder persönlich

Schritt 4: Passwörter nach Bestätigung ändern

Sobald dein Nachfolger bestätigt, dass er auf die Notiz zugegriffen und sich in die Konten eingeloggt hat, ändert gemeinsam alle Passwörter. Damit werden die Informationen in der Notiz sofort ungültig — noch bevor sie abläuft.

Schritt 5: Eigenen Zugang widerrufen

Zum Schluss räumst du deine eigenen Zugangsrechte auf.

  • Lösche gespeicherte Arbeitspasswörter aus deinem Browser
  • Melde dich ab und deinstalliere Arbeits-Apps auf privaten Geräten
  • Entferne Arbeitskonten aus deinem persönlichen Passwort-Manager
  • Löse 2FA-Authenticator-Einträge für Arbeitskonten

Übergabe-Checkliste

  • Alle verwalteten Arbeitskonten aufgelistet
  • Eigentum bei unterstützten Konten übertragen
  • Passwortgeschützte Notizen für restliche Zugangsdaten erstellt
  • Notiz-Links und Passwörter über getrennte Kanäle gesendet
  • Bestätigt, dass der Nachfolger auf alle Konten zugreifen kann
  • Passwörter aller übergebenen Konten geändert
  • Arbeitszugangsdaten aus Browser und Geräten gelöscht
  • 2FA-Verknüpfungen für Arbeitskonten gelöst

Für Arbeitgeber: Was zu tun ist, wenn ein Mitarbeiter geht

Als Vorgesetzter oder IT-Administrator enden deine Aufgaben nicht, wenn der scheidende Mitarbeiter seine Übergabe abgeschlossen hat.

Geteilte Passwörter sofort ändern

Jedes geteilte Konto, das der scheidende Mitarbeiter kannte, sollte am letzten Arbeitstag ein neues Passwort bekommen. Jeder Tag Verzögerung ist ein Tag der Gefährdung.

SSO- und OAuth-Zugriff widerrufen

Deaktiviere den Zugang des scheidenden Mitarbeiters bei allen SSO-verbundenen Diensten (Google, Microsoft, Okta) und widerrufe alle OAuth-Tokens, die er autorisiert hat.

Auf private Konten prüfen, die dienstlich genutzt werden

Manche Mitarbeiter registrieren sich bei Arbeitstools mit privaten Gmail- oder iCloud-Konten. Prüfe dies und migriere sie auf Firmenkonten.

Zugriffsprotokolle auswerten

Überprüfe die Zugriffsprotokolle kritischer Systeme in der Woche vor und nach dem Ausscheiden. Achte auf ungewöhnliche Downloads, Exporte oder Zugriffsmuster.

Starte deine sichere Übergabe noch heute

Die Übergabe von Arbeitspasswörtern muss kein Sicherheitsrisiko sein. Mit den passwortgeschützten Notizen von LOCK.PUB sind Zugangsdaten nur während der Übergangsphase zugänglich und laufen danach automatisch ab — keine Passwörter, die dauerhaft in WhatsApp-Chats oder E-Mails verbleiben.

Erstelle jetzt deine erste Übergabe-Notiz.

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