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Security Guide
7 min

Passwörter sicher teilen: 4 praktische Methoden im Vergleich

Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zum sicheren Teilen von Passwörtern online. Vergleich von passwortgeschützten Links, Passwort-Managern, Ende-zu-Ende-verschlüsselten Nachrichten und selbstzerstörenden Notizen.

LOCK.PUB
2026-02-25

Passwörter sicher teilen: 4 praktische Methoden im Vergleich

Irgendwann muss jeder ein Passwort weitergeben. Die Eltern kommen zu Besuch und brauchen das WLAN-Passwort. Der Partner benötigt die Netflix-Zugangsdaten. Ein Kollege braucht die Staging-Server-Credentials. Ein Freelancer wartet auf den API-Key.

Die Frage ist nicht, ob du ein Passwort teilen wirst. Die Frage ist, wie du es tust, ohne ein Sicherheitsproblem zu verursachen.

Dieser Leitfaden stellt vier praktische Methoden zur sicheren Passwort-Weitergabe vor, vergleicht sie miteinander und gibt dir eine einfache Regel an die Hand, die dein Risiko drastisch reduziert.

Passwörter teilen ist unvermeidlich

Denk an den letzten Monat zurück. Wie oft hast du irgendeine Art von Zugangsdaten geteilt?

  • WLAN-Passwörter für Gäste, Airbnb-Besucher oder Kollegen im Shared Office
  • Streaming-Zugänge, die du mit Familie oder Freunden teilst
  • Server-Credentials oder Datenbank-Passwörter im Entwicklerteam
  • API-Keys, die an externe Dienstleister weitergegeben werden
  • Bank-PINs oder Sicherheitscodes, die dem Partner für Notfälle mitgeteilt werden

Passwörter sind längst keine rein persönlichen Geheimnisse mehr. Sie sind gemeinsam genutzte Ressourcen im privaten wie im beruflichen Alltag. Das eigentliche Problem ist nicht das Teilen selbst -- sondern die Art und Weise.

Die 3 größten Risiken beim unsicheren Passwort-Teilen

Bevor wir uns die Lösungen ansehen, ist es wichtig zu verstehen, was schiefgehen kann.

1. Chat-Verläufe werden zur dauerhaften Schwachstelle

Wenn du ein Passwort über WhatsApp, Slack oder E-Mail verschickst, bleibt diese Nachricht für immer im Chatverlauf. Wird eines der Konten Monate später kompromittiert, liegen alle jemals geteilten Passwörter offen. Datenlecks bei Messaging-Plattformen sind keine Theorie -- sie passieren regelmäßig.

2. Screenshots und Weiterleitung liegen außerhalb deiner Kontrolle

Sobald eine Nachricht gesendet ist, hast du keine Kontrolle mehr darüber. Der Empfänger kann einen Screenshot machen, die Nachricht weiterleiten oder sein Handy entsperrt liegen lassen. Ein Klartext-Passwort in einer Nachricht ist nur einen unachtsamen Moment vom Leak entfernt.

3. Ohne Ablaufdatum droht dauerhafte Exposition

Die meisten geteilten Passwörter werden nie geändert. Das WLAN-Passwort, das du vor sechs Monaten per Nachricht verschickt hast? Liegt noch im Chat. Die AWS-Credentials, die du einem Freelancer per E-Mail geschickt hast, der das Projekt längst abgeschlossen hat? Liegen noch in seinem Posteingang. Ohne Ablaufdatum ist jedes geteilte Passwort eine tickende Zeitbombe.

Methode 1: Passwortgeschützte Links

Dieser Ansatz trennt den Inhalt vom Zugriffsschlüssel. Du erstellst einen Link mit den sensiblen Informationen, aber der Link selbst erfordert ein Passwort zum Öffnen.

So funktioniert es:

  1. Schreibe die Zugangsdaten in ein sicheres Notiz-Tool
  2. Lege ein Passwort für den Link fest
  3. Sende den Link über einen Kanal (z. B. E-Mail)
  4. Sende das Passwort über einen anderen Kanal (z. B. SMS)
  5. Optional: Lege eine Ablaufzeit fest

Beispiel: Mit LOCK.PUB kannst du eine passwortgeschützte Notiz erstellen. Du schreibst den Inhalt, legst ein Passwort und eine Ablaufzeit fest (von 5 Minuten bis 30 Tage) und erhältst einen teilbaren Link. Der Empfänger muss das Passwort eingeben, um den Inhalt zu sehen, und der Link verfällt automatisch nach der eingestellten Zeit.

Vorteile: Keine App-Installation nötig. Funktioniert auf allen Geräten. Automatischer Ablauf. Doppelte Zugangssicherung (Link + Passwort).

Nachteile: Das Passwort muss separat übermittelt werden. Nur Einwegkommunikation.

Methode 2: Sharing-Funktionen von Passwort-Managern

Alle großen Passwort-Manager bieten Sharing-Funktionen. Statt das eigentliche Passwort zu senden, teilst du den Zugriff über den verschlüsselten Tresor.

So funktioniert es:

  1. Speichere die Zugangsdaten in deinem Passwort-Manager (1Password, Bitwarden, LastPass, Dashlane)
  2. Nutze die integrierte Sharing-Funktion, um einer bestimmten Person Zugriff zu gewähren
  3. Der Empfänger sieht die Zugangsdaten über sein eigenes Passwort-Manager-Konto
  4. Du kannst den Zugriff jederzeit widerrufen

Vorteile: Höchstes Sicherheitsniveau. Audit-Trail, wer wann zugegriffen hat. Einfacher Widerruf. Ordentliche Verwaltung der Zugangsdaten.

Nachteile: Beide Seiten brauchen denselben Passwort-Manager (oder zumindest ein Konto). Monatliche Abo-Kosten. Für einmaliges Teilen überdimensioniert. Lernkurve für nicht-technische Nutzer.

Methode 3: Ende-zu-Ende-verschlüsselte Nachrichten

Apps wie Signal bieten echte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Das bedeutet, dass selbst der Dienstanbieter die Nachrichten nicht lesen kann.

So funktioniert es:

  1. Beide Seiten installieren Signal (oder eine andere E2E-verschlüsselte App)
  2. Sende das Passwort über den verschlüsselten Chat
  3. Optional: Aktiviere verschwindende Nachrichten für automatische Löschung

Vorteile: Echtzeit-Kommunikation. Starke Verschlüsselung. Verschwindende Nachrichten verfügbar. Kostenlos.

Nachteile: Beide Seiten brauchen die App. Chatverlauf kann auf Geräten bestehen bleiben, wenn nicht manuell gelöscht. Screenshots sind weiterhin möglich. Man ist auf die Gerätesicherheit des Empfängers angewiesen.

Methode 4: Selbstzerstörende Notizen

Notizen, die sich nach einmaligem Lesen automatisch löschen oder nach einer bestimmten Zeitspanne verschwinden.

So funktioniert es:

  1. Schreibe die sensiblen Informationen in einen Dienst für selbstzerstörende Notizen
  2. Erhalte einen einzigartigen Link
  3. Sende den Link an den Empfänger
  4. Die Notiz wird nach dem Lesen (oder nach Ablauf) automatisch zerstört

Beispiel: Mit LOCK.PUB kannst du eine Notiz mit kurzer Ablaufzeit erstellen (ab 5 Minuten). In Kombination mit Passwortschutz erhältst du eine selbstzerstörende Notiz, die eine Authentifizierung zum Lesen erfordert. Nach Ablauf der Zeit ist der Inhalt dauerhaft verschwunden.

Vorteile: Kein dauerhaft gespeicherter Inhalt. Minimale Einrichtung. Keine App erforderlich. Sehr geringes Risiko einer langfristigen Exposition.

Nachteile: Liest der Empfänger nicht rechtzeitig, verliert er den Zugang. Nicht geeignet für Zugangsdaten, die wiederholt nachgeschlagen werden müssen.

Vergleichstabelle

Merkmal Passwortgeschützte Links Passwort-Manager E2E-verschlüsselte Nachrichten Selbstzerstörende Notizen
Benutzerfreundlichkeit Sehr einfach Mittel Einfach Sehr einfach
Sicherheitsniveau Hoch Sehr hoch Hoch Hoch
App-Installation nötig? Nein Ja (beide Seiten) Ja (beide Seiten) Nein
Automatischer Ablauf? Ja Nein (manueller Widerruf) Optional Ja
Kostenlos? Ja (LOCK.PUB) Begrenzte Gratis-Tarife Ja (Signal) Ja (LOCK.PUB)
Am besten geeignet für Einmalige Zugangsdaten-Weitergabe Team-/Dauerzugriff Echtzeit-Austausch Hochsensible Einmal-Geheimnisse

Best Practice: Die Zwei-Kanal-Regel

Egal welche Methode du wählst -- halte dich an diese einfache Regel:

Sende das Geheimnis und den Zugangsschlüssel niemals über denselben Kanal.

Wenn du einen passwortgeschützten Link per E-Mail verschickst, sende das Passwort per SMS. Wenn du Zugangsdaten über Slack teilst, übermittle den Entschlüsselungskey per Signal. Wenn du eine Notiz erstellst und sperrst, ruf die Person an und nenne ihr das Passwort mündlich.

Das nennt sich die Zwei-Kanal-Regel, und sie ist die effektivste Sicherheitsgewohnheit, die du dir aneignen kannst. Selbst wenn ein Kanal kompromittiert wird, hat der Angreifer nur die Hälfte des Puzzles.

Praktische Anwendung:

  • Link per E-Mail -> Passwort per SMS
  • Zugangsdaten per Slack -> Zugangscode per Telefonat
  • Verschlüsselte Notiz-URL per Chat -> Entschlüsselungspasswort per anderer App

Die Zwei-Kanal-Regel verwandelt jede Sharing-Methode von "wird schon passen" in "wirklich sicher."

Fazit

Du wirst nie aufhören, Passwörter zu teilen. Aber du kannst aufhören, es leichtsinnig zu tun.

Wähle die Methode, die zu deiner Situation passt. Für eine einmalige Weitergabe an eine nicht-technische Person ist ein passwortgeschützter Link mit Ablaufzeit schwer zu schlagen. Für dauerhaften Team-Zugriff lohnt sich die Investition in einen Passwort-Manager. Für schnellen Echtzeit-Austausch nutze E2E-verschlüsselte Nachrichten. Für hochsensible Geheimnisse, die nach dem Lesen verschwinden sollen, verwende selbstzerstörende Notizen.

Das Wichtigste ist, die Gewohnheit abzulegen, Passwörter als Klartext in Chat-Nachrichten zu kopieren. Sobald du eine dieser vier Methoden nutzt, wirst du dich fragen, warum du es jemals anders gemacht hast.

Bereit zum Ausprobieren? Erstelle eine passwortgeschützte Notiz auf lock.pub -- dauert etwa 10 Sekunden, kein Konto erforderlich.

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