Passwörter über Slack oder Teams teilen: Risiken und sichere Alternativen
Das Teilen von Passwörtern über Business-Messenger wie Slack oder Teams birgt ernsthafte Sicherheitsrisiken. Erfahren Sie sicherere Methoden.

Passwörter über Slack oder Teams teilen: Warum das riskant ist
"Ich schick dir das Passwort über Slack." Einer der häufigsten — und gefährlichsten — Sätze im Büroalltag. Ob Slack, Teams oder WhatsApp für die Arbeit: Passwörter direkt im Chat zu teilen, schafft echte Sicherheitslücken.
5 Gründe, warum Sie Passwörter nicht im Chat teilen sollten
Grund 1: Nachrichten werden dauerhaft gespeichert
Slack und Teams bewahren Nachrichten unbegrenzt auf, sofern sie nicht explizit gelöscht werden.
- Ehemalige Mitarbeiter behalten möglicherweise Zugriff auf den Chatverlauf
- Ein kompromittiertes Konto legt alle geteilten Passwörter offen
- Ein verlorenes Gerät offenbart das gesamte Nachrichtenarchiv
Grund 2: Administratoren können Nachrichten lesen
Enterprise-Plattformen geben Admins Zugriff auf Nachrichtenprotokolle.
| Admin-Fähigkeit | Sichtbare Daten |
|---|---|
| Audit-Protokolle | Sende-/Empfangshistorie |
| Nachrichtenexport | Vollständiger Inhalt |
| eDiscovery | Suche über alle Nachrichten |
Grund 3: Nachrichten an den falschen Kanal
Ein Passwort versehentlich im Teamkanal statt in einer Direktnachricht zu posten, passiert häufiger als man denkt.
Grund 4: Die Suchfunktion macht Passwörter auffindbar
Jeder mit Zugang kann nach "Passwort" suchen und alle jemals geteilten Zugangsdaten finden.
Grund 5: Screenshots sind unvermeidbar
Chat-Nachrichten lassen sich sofort screenshotten. Das nachträgliche Löschen bietet keinen Schutz.
Sichere Alternativen
Option 1: Passwort-Manager
Tools wie 1Password oder Bitwarden bieten sichere Team-Sharing-Funktionen.
Vorteile: Zentrale Verwaltung, granulare Berechtigungen Nachteile: Monatliche Kosten, Einrichtungsaufwand
Option 2: LOCK.PUB Geheim-Notiz
LOCK.PUB ermöglicht das Teilen von Passwörtern über verschlüsselte Links mit Ablaufdatum.
- Geheim-Notiz auf LOCK.PUB erstellen
- Passwort eingeben
- Generierten Link über Slack/Teams/WhatsApp senden
- Empfänger gibt Passwort ein und sieht die Notiz
- Automatische Löschung nach Ablauf
Vorteile:
- Kein Passwort-Klartext im Chat
- Einstellbares Ablaufdatum
- Kostenlos
- Keine Installation nötig — browserbasiert
Option 3: Telefonanruf
Für kurze Zugangsdaten: einfach anrufen.
Informationen, die NICHT im Chat geteilt werden sollten
| Information | Grund |
|---|---|
| Passwörter & Logins | Dauerhaft im Chatverlauf |
| Kreditkartennummern | PCI-DSS-Verstoß |
| Personalausweisnummern | DSGVO-Verstoß |
| API-Schlüssel | Missbrauchsrisiko |
| Bankdaten | Betrugsgefahr |
Sicherheits-Checkliste
- Richtlinie erstellen: Passwortfreigabe per Chat verbieten
- Offboarding: Konten sofort deaktivieren beim Ausscheiden
- Geräteverwaltung: Klare BYOD-Richtlinien
- 2FA aktivieren: Zwei-Faktor-Authentifizierung für alle Konten
- Rotation: Geteilte Passwörter regelmäßig ändern
- Schulung: Jährliche Sicherheitsschulungen
Fazit
Business-Messenger sind großartig für die Produktivität, aber ungeeignet für Passwörter. Nutzen Sie die Geheim-Notiz von LOCK.PUB — im Chat erscheint nur ein Link, das eigentliche Passwort ist verschlüsselt und läuft automatisch ab. Eine kleine Gewohnheitsänderung mit großer Wirkung.
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